News - Kanu-Rennsport

Gold für Edina Müller beim Weltcup in Szeged

Zwei Podest-Platzierungen und vier Finalteilnahmen sind die Ausbeute des ersten Parakanu-Weltcups 2017. Bei immer schwieriger werdenden Windbedingungen kämpften die Parakanuten in den letzten drei Tagen um die Weltcup-Medaillen.
 
Die Goldmedaille errang bereits am ersten Tag Edina Müller vom Hamburger KC in der Startklasse Kl 1. Die Rollstuhlfahrerin mit ungarischen Wurzeln konnte erstmals vor den ungarischen Mitgliedern ihrer Familie einen Weltcup bestreiten. „Es ist ein besonderes Erlebnis, dass meine Oma mich hier sehen konnte.“ Meinte eine sichtlich gerührte Edina Müller nach dem Rennen, und stand trotzdem den Reportern geduldig Antwort.
 
 
Ivo Kilian, Hallescher KC 54, fügte am dritten Tag noch eine Silbermedaille in seiner Lieblingsdisziplin VA’a dazu. Diese gewann er in seiner Lieblingsdisziplin Va´a.
In der Startklasse Kl 2 erreichte Anke Molkenthin vom Schleißheimer PC einen hervorragenden vierten Platz. Tom Kierey musste sich erstmals bei einem Parakanu-Rennen mit einer Platzierung neben dem Podest zufrieden geben. Die Newcomerin im deutschen Parakanu-Team, Anja Adler vom Halleschen KC, erlebte ihre Feuertaufe für ihr erstes internationales Rennen bei denkbar ungünstigen Verhältnissen. Doch sie behielt die Ruhe am Start, und fand sich am Ende im Finale der Kl 3 auf einem guten sechsten Platz wieder.
„Die Rio-Teilnehmer mussten sich nach dem anstrengenden Jahr 2016 eine Pause gönnen, auch Krankheiten auskurieren. Man merkt die längere Pause, für sie geht die Saison nun erst richtig los.“ Stellte Arne Bandholz, Cheftrainer der Parakanuten, fest. Weiter sagte er:“ Es war eine Bestandsaufnahme, und ich blicke positiv auf den weiteren Verlauf der Saison. Ich denke, bei der EM ist wieder eine Medaille drin. Die Regattastrecke, die Organisation und das Publikum waren spitze.“
Christel Schlisio

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