News - Drachenboot

Drachenboote in Hamburg

Ursprünglich stammt das Drachenboot aus Asien (China) und es hat eine andere Bootsform als übliche Mannschaftscanadier. Der Kielquerschnitt entspricht einem Hohlschliff, wie bei einem Schlittschuh. Damit kann dieser Bootstyp bei ca. 12 Km/h von der Verdrängerfahrt in eine quasi Gleitfahrt übergehen. Das Boot rutscht dann mit weniger Widerstand über ein Luft-Wassergemisch, das macht es guten Mannschaften möglich, vom Start aus die schnelleren Gleitfahrt bis ins Ziel zu halten. 

 

 

Taiwanboot, eines der ersten Drachenboote in Deutschland (Foto:sr)

 

Zur Entstehung von Drachenbootrennen gibt eine zauberhafte Geschichte aus dem alten China. Ein Dichter und sehr beliebter Politiker fiel beim Kaiser in Ungnade und wurde verbannt. Darüber war der gute Mann so unglücklich, das er sich in einen See stürzte und ertrank. Fischer erfuhren davon und paddelten sofort auf den See um ihren Helden zu retten, aber es war zu spät. Als Gedenkfeier trafen sich dann die Fischer mit ihren Booten jedes Jahr zum Paddeln und daraus entstanden die ersten Wettkämpfe. In der Neuzeit wurde 1976 in Hong Kong das 1. Hong Kong International Dragonboat Race gestartet.

 

 Eine Fun-Mannschaft mit viel Spaß und Ehrgeiz in Aktion (Foto:sr)

 

 

Die Initialzündung für den Drachenbootsport in Deutschland teilen sich Hamburg und Duisburg. Das erste Drachenboot-Rennen fand 1987 im Rahmenprogramm der Kanu-Weltmeisterschaften in Duisburg statt. Zwei Jahre später zum 800. Hafengeburtstag wurde in Hamburg eine internationale Regatta mit 75 Teams aus fünf Kontinenten veranstaltet. Bis heute übt dieser Sport auf viele Menschen eine sehr große Faszination aus.

 

Fakten:


Boote die mit 20 Paddlern besetzt werden sind ca. 12 Meter lang und je nach Besatzung bzw. Boot ca. 1 bis 2 Tonnen schwer. Das besondere Flair einer Drachenbootfahrt entsteht durch die Ausstattung mit Drachenkopf am Bug, Schwanz am Heck, Trommler vor der Mannschaft, 20 Paddler im Takt und einem Steuermann.

 

Sport:

Ob nun am Feierabend als erholsamen Freizeit- oder ambitionierter Wettkampfsport, Drachenboot fahren hat viele Gesichter und fast jeder kann den Sport ausüben. Die Wettkämpfe heißen im allgemeinen Festivals und werden mit viel Tam Tam + lustiger Verkleidung der Mannschaften durchgeführt. Gestartet wir in unterschiedlichen Kategorien je nach Trainingsaufwand. Reine Fun-Mannschaften treffen sich einmal vor der Regatta und üben im Takt zu Paddeln. Vereinsmannschaften trainieren ein bis mehrmals in der Woche.

 

 

 

WM Szeged Ungarn 2010, Deutschland Master Men Boat mit 2 Hamburger Sportlern an Bord (Foto: sv)

 

Ernsthafter geht es auf nationalen und internationalen Meisterschaften zu. Hier erfolgt die Einteilung der Rennklassen nach Alter und Geschlecht.

 

Organisation:

Zur Zeit gibt es drei Verbände (Ist ja wie beim Boxen? Nee nicht ganz!):
 

•       Deutscher Kanu Verband (DKV) Abteilung Drachenboot

•       Deutscher Drachenbootverband (DDV) 

•       Betriebssportverband (BSV) auch mit einer Abteilung Drachenboot

 

Für jedes Bundesland gibt es einen eigenen Landesverband und das ist für den DKV in Hamburg der HKV. Mein Name ist Susann Rieder und ich bin die Landes-Drachenbootsport-Wartin des Hamburger Kanuverbandes.

Meine Aufgabe im LKV besteht unter anderem in der Betreuung der Sportler, die sich für die Nationalmannschaft bewerben.

 

Was bewegt am Drachenbootsport?

Als ich das Erstmal eins von den Taiwanboot (traditionelles Drachenboot) gesehen habe war ich schwer beeindruckt. Die Trommlerin stand zwischen den Drachenohren im Kopf und trommelte den Takt der Schlagleute. Im Boot saßen 18 Paddler, die alle gleichzeitig mit einem Ziel vor Augen ordentlich „rein hauten“ und so ca. 2 Tonnen Boot+Mannschaft auf Geschwindigkeit brachten. Noch heute ist es für mich immer wieder ein besonderes Erlebnis, in einem Rennen mit einer Drachenbootmannschaft zu fahren und zu erleben wie alle an einem Strang ziehen. Dabei kann auch mal der eine oder andere Paddelschlag daneben gehen, aber der nächste Paddelschlag folgt genauso wie das nächste Rennen. Gerade wenn es mal nicht so klappt ist Teamgeist gefragt um Ideen zu entwickeln, damit es beim darauf folgenden Rennen besser funktioniert.

So schauen die Mannschaften ganz genau wie ihre Konkurrenz trainiert. Fahren sie mit Wasserbremse? Einzelbankfahren? Pause vorne oder ganz und gar Intervalls mit Supersprints?

Der Showdown folgt beim nächsten Wettkampf. Aus dieser sportlich fairen Konkurrenz entstehen spannende Rennen, so das sich ein Besuch der Hamburger Regatten auf jeden Fall lohnt.

 

Linkliste:

Hamburger Kanu-Verband: http://www.hamburger-kanu-verband.de

Drachenboot bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Drachenboot

Drachenboot von BuK: http://www.dragon.de/384-Geschichte.html

Eventkalender: http://www.dragonboating.de/public/drachenboote/termine/

 

Hanseat Hamburg VfW e.V.: http://www.hanseat-hamburg.de/index.php/drachenboot/kontakt

WSAP-Drachenboot: http://www.drachenboot-hamburg.de/ueber-uns/

ACC-Drachenboot: http://www.alster-canoe-club.de/drachenboot.html

 

Autor: Susann Rieder

Drachenbootwart HKV

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